Refugien

11. Oktober bis 5 November 2019
Zonen der Besinnung & der Reflexion

Werden Sie beim Besuch während der Öffnungszeiten in dieser Ausstellung Teil einer poetischen, kleinen, interaktiven Installation. Seien Sie dabei, wenn die Installation bei der Finissage aufgelöst und präsentiert wird.

Finissage: Dienstag, 05.11.2019, 18.00 Uhr

 

 

Die Produzenten-Galerie Bielefeld (Rohrteichstraße 36) präsentiert vom 11. Oktober 2019 bis 05. November 2019 die Ausstellung REFUGIEN der Bielefelder Künstlerin Andrea Ridder. Die Ausstellung wird am 11. Oktober 2019 um 20.00 Uhr eröffnet.

Ridder, die an der FH Bielefeld Design studiert hat und überregional ausstellt, hat sich in ihren Arbeiten mit der Mystik und Bedeutung des Refugiums auseinandergesetzt. In ihren zum Teil großformatigen Bildern thematisiert sie im übertragenen Sinne Rückzugsorte, Zonen der Besinnung und (Selbst-)Reflexion. Dabei stellt sie den Übergang des Konkreten in diffuse Farbflächen, des Realistischen in die Abstraktion dar. Klare Linien und strukturierte Flächen verschwinden in lichten, ungewissen Schleiern, die sich durch das Bildgeschehen ziehen und konfrontieren den Betrachter mit dem Eindruck, dass in jedem Bild ein Geheimnis verborgen zu sein scheint.

Ein Refugium ist ein sicherer Ort, an dem man Zuflucht findet, an den man sich zurückziehen kann, um ganz und gar ungestört zu sein, ein ZuFLUCHTsort.

Der Begriff Refugium bezieht sich dabei speziell auf Privatpersonen, aber auch auf Tiere und Pflanzen, insbesondere auf geschützte oder seltene Arten (Refugialraum). Refugeesteht im Englischen für Flüchtling. Einst wurde auch der Begriff Herberge synonym für einen Zufluchtsort oder Unterschlupf verwendet. Als Refugium wurde auch ein Haus innerhalb einer befestigten Stadt bezeichnet, in das sich Brüder oder Schwestern eines Klosters zurückziehen konnten, wenn ihr Kloster selbst wegen Kriegshandlungen zu unsicher war.

Die Künstlerin Andrea Ridder verwendet den Begriff im übertragenen Sinne. So finden Betrachtende in ihren Bildern Gestaltungselemente, die den Rückzug in das Bild förmlich ermöglichen, Flächen, die sich gegenseitig Halt geben oder Linien, die sich in weite Räume zurückziehen. Eine Dynamik im Bild löst sich wieder auf und findet einen Rückzugsort am Rand des Bildgeschehens. Eine Art Refugium befindet sich im Bildraum selbst oder auch außerhalb des Bildgeschehens, im Kopf der Betrachtenden.

Auch der Prozess des Malens selbst ist für die Künstlerin ein Rückzugsort, das Atelier ein Refugium, um ungestört und konzentriert arbeiten zu können.

Es gilt, in der schnelllebigen Zeit und der digitalen Welt, in der alles mit jedem und jeder geteilt wird, Zufluchtsorte für sich selbst zu finden. Dazu lädt die Ausstellung ein.

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