Gitte Klisa
Gottfried Strathmeier

Holz und Papier

Ausstellung 11. Juni bis 6. Juli 2021
Wir laden Sie ganz herzlich zum Besuch unserer Ausstellung ein.
Öffnungszeiten: dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr,
samstags von 12.00 bis 14.00 Uhr.
Produzenten-Galerie · Rohrteichstraße 36 · 33602 Bielefeld

Der Ausstellungsbesuch ist abhängig von der aktuellen Coronalage.
Bitte informieren Sie sich in der Presse.

Holz und Papier

Mit diesem auf die Werkstoffe bezogenen Titel stellen Gitte Klisa und Gottfried Strathmeier ab dem 11. Juni in der Produzenten-Galerie Bielefeld neue Arbeiten vor. Monotypie und Zeichnung auf japanischem Reispapier korrespondieren mit symmetrischen Formen weißer Holzobjekte aus handbehauenen Holzstücken und schaffen einen hellen, klaren Raum mit innervierender Atmosphäre. Während Gitte Klisa mit ihren neuen Arbeiten “Zufluchtsinseln“ in schwierigen Zeiten schafft, ist der Bildhauer Gottfried Strathmeier Kreisen und Durchgängen auf der Spur.
Gitte Klisa beschreibt ihre Phantasie-Insel-Welten während Corona 2020/21 mit eigenen Worten so:
Corona brachte allen ganz neue Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse. Plötzlich wurde das öffentliche und soziale Leben radikal eingeschränkt. Lockdown-bedingt gab es viel Zeit aber wenig Möglichkeiten für Arbeit und andere Aktivitäten.
Es gab Zeiten der Isolation und Vereinzelung in unterschiedlichen Ausprägungen. Erst in diesem Jahr wurde mir klar, dass Inseln in diesen Monaten „rettende Orte“ sein konnten: Ich entdeckte Zufluchtsinseln: Inseln der Ruhe, sichere Inseln, Inseln der Begegnung, Sehnsuchtsinseln, Inseln für Pausen, Inseln für Frust und Ärger, ein Buch als Insel, kreative Inseln, digitale Inseln, Insel des Verzichts, Inseln der Muße usw.. Nahe und entfernte Inseln wurden, freiwillig oder unfreiwillig, aufgesucht. Manche Inseln waren hell, wärmend und trostspendend. Einige der Inseln waren düster und kalt. Manche Aufenthalte waren kurz, andere länger.
Einigen dieser „Inseln“ gab ich mittels Monotypien, Schrift und Zeichnung künstlerisch Ausdruck und Form. Grundlage bildeten individuelle Druckformen, geschnitten aus Pappen. Durch mehrfaches Drucken, mit schwarzer und weißer Farbe auf geweißtem japanischem Reispapier, entstanden unterschiedliche Insel-Gebilde. Jede Insel ist einzigartig und verfügt über einen großen Freiraum/Weißraum.

Gottfried Strathmeier, der wie Gitte Klisa in der Künstlergruppe K14 aktiv ist, stellt zwei neue Arbeiten vor. K14 befasst sich gerade mit dem Jubiläumsjahr “1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und beleuchtet die jüdische Vielfalt. Die Künstlergruppe hat verschiedene Ausstellungen in diesem Jahr geplant.
Bei seiner Spurensuche stieß Gottfried Strathmeier auf den Münsteraner Mundartdichter Eli Marcus, dessen beeindruckendes Leben und Lebenswerk den Bildhauer faszinierte. Fest verwurzelt in Westfalen, bekannt als Autor vieler plattdeutscher Theaterstücke, Gedichte und Geschichten, gesellschaftlich sehr aktiv und bestens im bürgerlichen Leben vernetzt, wahrte Eli Marcus seine jüdische Identität und engagierte sich schon vor mehr als 100 Jahren politisch aktiv gegen Antisemitismus.
So haben dann in Erinnerung an Eli Marcus die beiden Holzobjekte von Gottfried Strathmeier, der selbst gebürtig aus dem Münsterland stammt, die plattdeutschen Titel: Kring und Düörbuogen. Die Objekte thematisieren gesellschaftliche Bindung, Energie und Fragilität. Sie sind aus Holzstücken gefertigt, die vorgesägt, handbehauen und mit dem Zugmesser geglättet sind. Die Spuren dieser handwerklichen Tätigkeiten bleiben sichtbar; die weiße Farbe, die nicht deckend aufgetragen wurde, hebt die Besonderheiten und Einzigartigkeit der einzelnen Holzstücke hervor.

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